Liebe gedeiht in einer Atmosphäre von Freiheit, Gleichwertigkeit und Wechselseitigkeit. Oder anders formuliert: Verliebte entfalten sich kontinuierlicher, wenn es beiden Partnern gelingt sich innerhalb der Partnerschaftsbeziehung zu verständigen und sich zu einigen. Von grossem Vorteil ist es zudem, wenn das Paar sich gemeinsamen einem Thema zuwendet und wenn beide es verstehen sich stets gegenseitig zu umwerben.

Sexualberatung

Sozialwissenschafter, Sexualtherapeutinnen und Psychologen beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit einem scheinbar unlösbaren Gegenstand: dem der menschlichen Sexualität. Sichtbar wird dieses neuzeitliche Dilemma in augenscheinlichen Formungen. Beispielsweise in Form von Lustlosigkeit oder sexueller Unzufriedenheit, von anhaltender Eintönigkeit oder allgemeiner Unaufgeklärtheit, von falschen Vorstellungen über das andere Geschlecht, von Stress und Suchtverhalten verursachte Abstinenz, von Aussenbeziehungen usw.

Intimität und sexueller Austausch innerhalb der Partnerschaftsbeziehung kann nicht einzig als Spiegelbild einer alles umfassenden Zweierbeziehung gedeutet werden. Die unterschiedlichen Ausdrucksformen von gelebter Sexualität sind das Resultat individueller Entwicklung; sie spiegeln insbesondere jene Erfahrungen und kulturellen Prägungen, die zu jeder Lebensgeschichte beitragen.

Partnerschaftliche Sexualität ist die dyadisch-körperlich-affektive Wohltat. Sie ist Ausdruck einer vertrauten, dynamischen Partnerschaftsbeziehung. Partnerschaftliche Sexualität fördert gesundheitliches Wohlergehen und ist auch ein Akt der Pazifikation. Den Kontext sexueller Aktivität bilden selbstredend individuelle, emotionale und kulturelle Merkmale.

Die Kunst der psychologischen Sexualberatung besteht darin, die sexuellen Ausdrucksformen eines Menschen zu erkennen und ihn aus möglichen Konflikten herauszuführen.


Literatur

Schnarch D (2011) Intimität und Verlangen. Sexuelle Leidenschaft wieder wecken. Klett-Cotta, Stuttgart

Es gibt viele Gründe dafür, den Körper in die Lösung von Problemen bezüglich des sexuellen Verlangens einzubeziehen. Beim Sex bei sich selbst zu bleiben ist schwieriger, als bei Streitigkeiten zu schweigen. Sie können diese Fähigkeit nur in der Situation entwickeln, währen des physischen Kontakts mit Ihrem Partner. Im Übrigen haben viele Paare beim Sex Probleme, die sich nur in der konkreten Situation lösen lassen.“

Bragagna E/Prohaska R (2010) Weiblich, sinnlich, lustvoll. Die Sexualität der Frau. Carl Ueberreuter, Wien

„Wie Körper, Psyche und Alltagsleben die weibliche Sexualität beeinflussen können ist kaum bekannt. Das macht Platz für Aberglauben und falsches Wissen.

Dr. Elia Bragagna, Österreichs bekannteste Sexualmedizinerin, räumt mit diesem Unwissen auf. Sie erklärt, wie weibliche Sexualität funktioniert, wo die Zentren der Sinnlichkeit liegen, wie man Sexualprobleme verhindern oder lösen und eine passende Sexualiät finden kann.“

 

Die Denke Nr. 13 vom September 2006 Sondernummer: Sexualität (Teil 1)

Die Denke Nr. 14 vom November 2006 Sondernummer: Sexualität (Teil 2)

 

Weitere Literaturangaben finden Sie in der Rubrik Literatur und Film.

 


Link

 

Informationsbroschüre und Webseite der Wiener Frauengesundheitsbeauftragten und der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung  http://www.verhuetung.info

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) http://www.familienplanung.de

Online-Nachschlagewerk Sexualität und Gesundheit http://www.sexmedpedia.com

Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch http://de.muvs.org

 

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